5. Tag – Dort scheint die Sonne, da fahren wir hin!

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„Wie ist das Wetter heute?“ Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Von Regen über Sturm und strahlendem Sonnenschein erleben wir, nach unserer frühen Abfahrt, alles binnen weniger Minuten. Die verdeckte Sonne bringt Regen, Dunst und Wolken zum Leuchten, und die Palette der uns umgebenden Grüntöne scheint unendlich. Es könnte kein Lied besser passen, als unser Kanon bei der Morgenandacht „Grünende Fluren in herrlicher Pracht…“

Nach kurzer Fahrt liegt das Meer vor uns; grau und silbrig, mal düster, mal geheimnisvoll schimmernd in zarten Farben. Ein Dank an den Himmel! Der Regen setzt pünktlich nach unserem zauberhaften Strandspaziergang ein. Mit Muscheln in der Tasche und Irish-Coffee im Bauch geht’s gutgelaunt und „Dingle-Hair gestylt“ weiter.

Glitzerwasser, Wolkenschafe, rote Fuchsien, gelbe Iris, weiße Kallas, blühende Palmen, …; der „Ellbogen des Teufels“ überrascht uns in diesem Paradies. Souverän meistert unser Busfahrer alle Kurven dieser eng gewundenen Küstenstraße.

Wo wäre ein besserer Platz als hier am „Slea Head“, an den Felsklippen des westlichsten Punktes Europas, um Tonis schokoladige Geburtstagstorte zu futtern und ihr ein schallendes „Happy Birthday “ zu singen? Die Möwen haben hinterher ganz schön zu schaffen mit unseren Kuchenkrümeln, aber auch sie scheinen glücklich zu sein.

Zeugen einer sehr unglücklich Zeit sind die kleinen, verlassenen Häuschen der armen Iren, die wegen der Hungersnot im 19ten Jahrhundert nach Amerika ausgewandert sind. Ruinen dieser Häuschen und bewucherte Trockenmauern bestimmen jetzt das Bild. Die langhaarigen Bergschafe dazwischen sehen lustig aus, mit ihren schwarzen Gesichtchen.
Das 1300 Jahre alte „Gallarus Oratory“ steht an einem magischen Ort. Drinnen singen wir „Laudate omnes gentes, …“ …..schön…..

Zurück in Dingle probieren wir fish. & chips und seasalted ice ……mhm….. lecker! Dingle schmeckt so bunt, wie es aussieht. Essen, trinken, bummeln, hier macht einfach alles Spaß!
Am späten Nachmittag treten wir die Weiterfahrt nach Limerick an. Nach kurzem Zwischenstopp im malerisches Adare kommen wir wohlbehalten in Limerick an.

„Was macht Sinn in Limerick?
Bianca, hast uns einen Tipp?
Abendessen mit viel Guiness,
Whisky-tasting, jo, des issses!
Brauch‘ mer morgen net viel Sprit.“

Text: Ruth Csernalabics, Fotos: Mirjam Bartberger

Ein Kommentar zu “5. Tag – Dort scheint die Sonne, da fahren wir hin!

  1. Daniela Schliebitz

    Liebe Mirjam,
    deine Bilder sind wirklich wunderbar. Du fängst die Natur als Maler mit leuchtenden Farben so aussagekräftig ein.

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